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BORDER STRUGGLES (15.04.-01.07.)
Vortrag 15.04.
Grenzen sind seit je her umstritten, werden hinterfragt, werden weniger wichtig, überwunden und dann wieder sehr zentral. Was aber meinen wir, wenn wir von Grenzen sprechen? Ist es vor allem die fortifizierte Form, die uns in den Sinn kommt und für Abschottung, Ausgrenzung, Ungleichheit und Gewalt steht? Oder sind es soziale Grenzen, die sich zwar auch an nationalstaatlichen Grenzen manifestieren, aber weit darüber hinaus wirksam werden?
Mauern, Zäune, Schlagbäume, Flüsse und Grenzhäuschen dienen der territorialen Markierung, der Einfassung eines staatlichen Souveräns. Dabei werden auch Währungen, Sprachen und Rechtssysteme an nationalstaatlichen Grenzen unterschieden oder laufen in einer Grenzzone ineinander. Grenzen sind nicht nur in ihrer materialen Form vielfältig, sie sind auch multiperspektivisch, da sie aus verschiedenen Perspektiven unterschiedlich erfahren und wirksam werden. In meinem Vortrag „Zwischen Trennlinien, Barrieren und Übergangszonen: Entwicklungen in der interdisziplinären Grenzforschung“ werfe ich einen Blick auf die Begriffsgeschichte der Grenze, auf die unterschiedlichen disziplinären „Ursprünge“ der Grenzforschung und auf zentrale Konzepte und Ideen, die in der heutigen Grenzforschung diskutiert und angewendet werden und die Komplexität von Grenzen zu erfassen suchen.
Veranstaltende Gruppe: Kritische Jurist*innen Leipzig
Sprache des Events: deutsch
Eintritt: nein
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